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CDU: Methadonvergabe an kommunale Kliniken verlegen

Im Streit um die Ausgabestelle für Methadon-Patienten in der Nähe des Dobbens schlägt die gesund¬heits¬politische Sprecherin der CDU-Fraktion, Dr. Rita Mohr-Lüllmann, vor, über eine Verlegung der Ausgabestelle in das kommunale Klinikum Bremen-Mitte zu verhan¬deln. „Dies könnte die sozialen Spannungen entschärfen und somit eine Lösung sowohl für die substituierten Patienten als auch für die Anwohner und den Vertragsarzt darstellen“, sagt die Unionspolitikerin. Das Modell könnte auch auf andere Stadtteile übertragen werden, in denen Anwohner gegen Vergabepraxen im unmittelbaren Umfeld protestieren.

Seit Wochen hält die Kritik der Nachbarschaft im Fedelhören an der Eröffnung einer Methadonausgabestelle an. Dort hat sich ein Arzt in einer ehemaligen Kneipe niedergelassen. Rita Mohr-Lüllmann wendet sich deshalb in einem Brief mit der Bitte an Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter, die Möglichkeiten einer Verlegung auszuloten und als Vermittlerin aufzutreten. Die Unionspolitikerin räumt ein, dass die Standortwahl zwar rechtlich nicht zu beanstanden sei. „Als politische Vertreter haben wir jedoch die Aufgabe, die Anliegen von Anwohnern, Patienten und Ärzten ernst zu nehmen und nach Lösungen zu suchen.“

Die Ansiedlung der Methadonausgabe im Klinikum Bremen-Mitte hätte aus Sicht von Rita Mohr-Lüllmann für alle Seiten Vorteile. Erstens würde der soziale Konflikt im Stadtteil ent-schärft. Zweitens würde die Chance geschaffen, durch bestehende Infrastruktur umfas¬sende Therapiekonzepte umzusetzen. Drittens könnte die oft vernachlässigte psychoso¬ziale Betreuung eine größere Rolle spielen. Sie gilt als wichtiger Faktor für Patienten, die sich von der Drogensucht befreien wollen und sich sozial sowie beruflich wieder integrieren wollen. „Das Klinikum Bremen-Mitte ist als Standort für eine zukünftige Methadonausgabestelle aufgrund seiner Kapazitäten und des anstehenden Teilersatz¬neubaus besonders geeignet“, schreibt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende an die Gesundheitssenatorin. Wegen der laufenden Planungen sei jetzt der richtige Zeitpunkt dafür, in der Weiterentwicklung des kommunalen Drogenhilfesystems neue und innovative Wege zu gehen.


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