FDP wählt neuen Landesvorstand
Auf ihrem ordentlichen Landesparteitag hat die Bremer FDP heute turnusgemäß einen neuen Landesvorstand gewählt. FDP-Chef Dr. Oliver Möllenstädt wurde zwar mit einem schlechten Ergebnis abgestraft, kann aber als Parteichef weitermachen. Möllenstädt erhielt bei den Wahlen 38 Ja-Stimmen, 20 Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen. Zahlreiche Delegierte hatten ihm wohl seine Äußerrungen zu Hartz-4 Empfängern und zur Gleichberechtigung der Frauen übel genommen. Möllenstädt hat den Frauen anlässlich des „Equal-Pay-Day“ vorgeworfen, an der Ungleichheit der Löhne mit schuld zu sein. Grundsätzlich sei noch angemerkt, dass die Bremer FDP in den letzten Jahren nie wirklich geschlossen aufgetreten ist. Wo es ging, hat man gegeneinander kandidiert und sich abgestraft. Möllenstädts Ergebnis geht also für FDP Verhältnisse in Ordnung.
Zu stellvertretenden Landesvorsitzenden wählte der Parteitag Katrin Freemann (23 Jahre, Studentin) und Torsten Staffeldt (47 Jahre, Diplom-Ingenieur). Im Amt des Schatzmeisters wurde Ralf Krützfeldt (46 Jahre, Selbständig) bestätigt. Zu Beisitzerinnen im geschäftsführenden Vorstand wurden Margret Grosser (60 Jahre, Hausfrau) und Sabine Akkermann (45 Jahre, Unternehmerin) gewählt. Akkermann saß von 2003 – 2007 für die Bremer CDU in der Bremischen Bürgerschaft, wurde aber für die Wahlen 2007 nicht wieder aufgestellt und verließ nach der Wahl die Bremer Christdemokraten.
Inhaltlich beschäftigten sich die Bremer Liberalen mit den Themen Bildung und Innerer Sicherheit. Die Delegierten sprachen sich für die stärkere Förderung und Unterstützung von Schulen in „Freier Trägerschaft“ aus und forderten die Bildungssenatorin auf, die Gründung einer Humanistischen Schule in Bremen nicht weiter zu verzögern.
...geschrieben über Bremen, FDP Bremen + im Bereich neuester Schnack








© 2012,Malte Engelmann